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WIE AURAIRA ARTIS ENTSTAND

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"Ich bin Künstlerin."

Seit ich denken kann, sah ich mich als Künstlerin.
Doch dann kam dieser alles verändernde Bruch...

Kennst du das Gefühl, wenn du an etwas Wichtigem, woran du immer geglaubt hast, plötzlich tief zweifelst?

 

Nach meiner Goldschmiedeausbildung 2010 war ich stolz Goldschmiedin zu sein und freute mich auf die Zukunft. Mein Ziel war von Anfang an die Selbstständigkeit als Schmuckkünstlerin.

In einer alten Scheune konnte ich einen kleinen Goldschmiedearbeitsplatz einrichten. Es war staubig und es wohnten ganz viel Spinnen dort. Doch ich war happy einen Ort zum Arbeiten gefunden zu haben.

 

Eine grosse Hürde lag jedoch noch vor mir. Ich war mit meinen 22 Jahren super schüchtern und hatte keine Ahnung wie ich Kunden finde.

Ich durfte aber Teilzeit bei einem renommierten Goldschmiedeatelier beginnen, bei dem ich wertvolle Erfahrungen sammelte. Zudem nahm ich Auftragsarbeiten anderer Goldschmiede an.

2010, ich an meinem Arbeitsplatz
2010, ich an meinem Arbeitsplatz

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Mein erster Arbeitsplatz in einer Scheune
Mein erster Arbeitsplatz in einer Scheune

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2010, ich an meinem Arbeitsplatz
2010, ich an meinem Arbeitsplatz

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Diese Zeit stürzte mich jedoch total in die Krise.

Plötzlich musste ich mich täglich an den Werkbank zwingen und glaubte den absolut falschen Beruf gewählt zu haben. Ich erkannte mich kaum wieder. Es war echt elend.

Doch eine Ausnahme gab es! Ab und zu erhielt ich aus meinem Umfeld eigene Aufträge.

Dort konnte ich Schmuck von Anfang bis Ende schaffen. Konnte spüren, was dem zukünftige Schmuckträger wirklich wichtig war und genau für ihn spezielle Schmuckentwürfe entwickeln.

Ich konnte Neuartige Ideen denken, die das Bedürfnisse des Kunden stillten. Einfach wundervoll!

 

Bestimmt hast du auch schon mal ähnliches durchlebt und plötzlich fällt es dir wie Schuppen von den Augen, dass du auf dem absoluten Holzweg läufst.

Ich schuftete die ganze Zeit für andere Goldschmiede, aber meinen inneren Wunsch und zugleich auch meine absolute Stärke des kreativen Schaffens blieb völlig auf der Strecke. Ich war ein Handwerker der Pläne umsetzte.

Ich machte also einen radikalen Schnitt und startete 2013 die Weiterbildung in St. Gallen zum dipl. Gestalter Richtung bildende Kunst um meinen leeren Tank wieder aufzufüllen.

 

Es ging jedoch noch nicht gleich bergauf. Ich stellte nach Beginn des Studiums ernüchternd fest, dass es eine riesengrosse Kluft gab, was die Allgemeinheit unter einem Künstler versteht und wie die Kunstszene selbst einen Künstler definiert. Und ich gehörte definitiv zur Allgemeinheit! Das war ein echter Schock.

Mein Bild eines Künstlers bröselte und ich war mir gar nicht mehr sicher ob ich selbst einer war.

Doch es gab kein Zurück! Ich musste jetzt über meine Erschütterung schreiten und mich öffnen für eine neue Perspektive, die ich auf die Kunst gewann.

Oft entsteht doch genau dann aussergewöhnliches, wenn man richtig Aufgeschürft ist und es schafft, all diese Emotionen und Erfahrungen in etwas Gutes umzuwandeln.

Schlussendlich schloss ich sehr gut ab und schuf als Abschlussarbeit ein Kunstwerk an dem ich bis heute tief Freude habe.

Als Künstlerin konnte ich mich noch nicht wieder bezeichnen. Ich hatte das Gefühl, der Definition der zeitgenössischen Kunst nicht zu entsprechen.

 

Kunstwerk von Damaris Rohner

Abschlussarbeit, Titel "very small inclusions" Glassplitterskulpturen, 2016

2015 wurde ich Mutter vom ersten meiner drei Kindern. Ich hatte kaum Zeit für Kunst, aber all das Neue konnte garen. Mir wurde durch die Distanz vieles klarer. Ich konnte meinen Blick auf die Kunst neu formen und den Schaffungsprozess der konzeptionellen Kunst als neu erlerntes Werkzeug für meine Arbeiten nutzen.

 

2017, änderte ich meinen Markennamen von "Auraria Goldschmiedekunst" auf "Auraria Artis", was aus dem Latein übersetzt Goldschmiedin und Künstlerin bedeutet. Ich startete mit dem Slogen: " Zwischen Kunst und Handwerk"

Anfangs fühlte es sich wie eine Gratwanderung an und ich brauchte super viel Mut an die Öffentlichkeit zu schreiten. Ich setzte jedoch trotzdem meine erste Schmuckkollektion um.

 

Im Prozess der letzten Jahre wurde mir klar, dass ich mein Kunsthandwerk und meine Kunst nicht trennen muss. Bei mir gehört es einfach zusammen. Ich bin Künstlerin und zugleich Goldschmiedin.

In meinem Schmuck manifestiert sich meine Kunst und in meiner Kunst findet sich mein Goldschmiededasein wieder.


Ich bin beides. Und beides ganz.

So ist meine geglaubte Schwäche zu einer Stärke gewachsen.

Als Künstlerin schaffe ich Schmuck, der mehr ist als schön.

Ich schaffe bedeutungsvolle Schmuckstücke mit mehreren Ebenen.

Stücke die anregen und inspirieren.

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